tl_files/images/ico_language_en.jpg
Header

Forschungskonzept

Das Forschungskonzept des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft kann unter der Überschrift Komplexität und Governance zusammengefasst werden. Bei Komplexität und Governance geht es um das Entscheidungsverhalten von ökonomischen Akteuren in einem durch globale wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen immer komplexer werdenden Entscheidungsumfeld. Zum einen steigt die Zahl der netzwerkartigen Beziehungen zwischen den verschiedenartigen Akteuren überproportional mit der Anzahl der Akteure und Akteursebenen an. Zum anderen wird die Komplexität der Entscheidungsprozesse durch divergierende Interessen, Informationsasymmetrien und unklare Regeln erhöht. Governance ist ein System formeller und informeller Verhaltensregeln und Normen, die ein derartiges ökonomisches System koordinieren und handlungsfähig machen, aber auch Handlungsblockaden einschließen können ("lock-in").

Die vielfältigen Forschungsaktivitäten der Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft auf dem Gebiet von Komplexität und Governance sind in fünf inhaltliche Cluster untergliedert. Der Cluster Innovation und Netzwerke verbindet die Forschungsaktivitäten der Lehrstühle, Institute und wissenschaftlichen Einrichtungen, die sich mit Innovationen in technischer und organisatorischer Hinsicht auseinander setzen. Public Decision Making beschäftigt sich mit der Komplexität von Entscheidungsprozessen, die im öffentlichen Raum stattfinden oder wesentlich von öffentlichen Akteuren geprägt werden. Der Cluster Transnationale Unternehmen widmet sich den Besonderheiten transnational operierender Unternehmen in Bezug auf deren Management und deren Verhältnis zu Staat und Gesellschaft. Die Logistik stellt in einem durch seine See- und Flughäfen weltweit vernetzten Stadtstaat wie Bremen ein unverzichtbares Forschungsgebiet dar. Der Cluster Komplexe Methoden nutzt moderne numerische und empirische Verfahren der Analyse komplexer Entscheidungsprozesse insbesondere im Umfeld von Risiko und Unsicherheit.